Posts mit dem Label Delaware werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Delaware werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2018/03/01

PEGASUS - SPAC im Private Placement

PEGASUS, eine amerikanische Special Purpose Acquisition Company (SPAC) für medizinisches Cannabis, bietet seine Anteile im Private Placement Verfahren an.

 

Das Unternehmen Pegasus Inc, eine US-amerkanische SPAC, wird im April 2018 Investorengelder im Rahmen einer Privatplatzierung einsammeln, um das Unternehmen als SPAC an die Deutsche Börse in Frankfurt zu bringen. Die Pegasus SPAC zielt dabei auf die Übernahme von Unternehmen im Bereich medizinisches Cannabis und Cannabis im Allgemeinen ab.

Medizinisches Cannabis als Milliarden-Markt

In den USA betrug der Umsatz mit medizinischem Cannabis im abgelaufenen Jahr 2017 fast acht Milliarden Dollar. Davon ist der deutsche Markt zwar noch weit entfernt, jedoch legen Vergleiche mit Kalifornien und Kanada nahe, dass der Markt hier ebenfals riesig ist: Nach Schätzungen der Krankenkassen geht man von 1% der Bevölkerung aus, die im Bereich medizinisches Cannabis erreichbar sind. Dies würde für Deutschland alleine mehr als 800.000 Patienten bedeuten - die Bundesregierung war bei der Legalisierung letztes Jahr von 700 Patienten jählich ausgegangen. Tatsächlich waren es in 2017 aber über 13.000 Patienten.
Für die USA lag 2016 der Markt für legales Cannabis bei EUR 3,8 Milliarden und es wird bis 2020 ein Zuwachs von 17% gerechnet - mithin EUR 10,8 Milliarden werden es dann in den USA in den Staaten sein, in denen Cannabis bereits heute legalisiert ist; weitere bevölkerungsreiche Staaten wie Texas sind dabei nicht mit berücksichtigt und stellen zusätzliche Märkte dar.

Was bietet PEGASUS SPAC für Investoren?

Investoren können sich bei der Privatplatzierung von Pegasus ab EUR 250.000 an dem Börsengang mit Aktien und an den Kosten beteiligen. Im Gegenzug erhalten die Investoren:
  • Stammaktien
  • sog. Founder Shares, also zusätzliche Aktien in einem festgelegten Verhältnis ohne Mehrpreis
  • Aktienbezugsrechte zu einem vorher festgelegten Ausübungspreis von EUR 11,50
  • Erwerbsrechte
Je nach der Höhe des Investments sollen die Founder Shares zwischen 3% und 6% des Investments zusätzlich einbringen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich in medizinisches Cannabis investieren möchte?

TSC ist kein Finanzmakler und bietet keinerlei Beratung in diesem Bereich an. Institutionelle Anleger, Banken und Finanzmakler vermitteln wir gerne direkt und ohne eigenes Interesse oder Beteiligung an die entsprechenden Vermittler von PEGASUS. Sprechen Sie uns über unser Kontaktformular direkt an!
Telefonisch erreichen Sie uns unter +49 40 5272 1300


2014/07/28

Zeitbombe Steuerflucht

"Wann kippt das System?", fragt der französische Finanzexperte, Journalist und Autor Xavier Harel in seinem Beitrag auf Arte.

Für Sie gesehen:
Arte
22. Juli 2014 20:15
Wiederholung am 18. August um 9:00 Uhr

"Man stelle sich vor, ein jeder könnte selbst entscheiden, ob er Steuern zahlen und trotzdem die von der Allgemeinheit finanzierten, sozialstaatlichen Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung, Sicherheit, öffentlicher Nahverkehr usw.) in Anspruch nehmen will. Das ist keine Utopie - es ist heute Realität.

Internationale Konzerne können Milliardengewinne erwirtschaften, ohne einen einzigen Euro Steuern zahlen zu müssen. Wohlhabende Steuerzahler wiederum bringen den Großteil ihrer Reichtümer mit Hilfe des Schweizer Bankgeheimnisses oder durch in Jersey ansässige Firmen vor dem Fiskus in Sicherheit."

So leitet Arte den Beitrag ein, er sich mit der angeblich so leichten Steuerflucht befasst.
Gewiss, großen Unternehmen sind strukturell kaum Grenzen gesetzt, da der Aufwand, den Sie betreiben können immer noch lächerlich klein ist im Verhältnis zu den Milliarden (sic!) den sie mittels Holding-Modellen und Niedrigsteuerländern verschieben und einsparen können.

Was sind schon zwei Buchhaltergehälter auf den BVI, wenn sich mittels eines "Doubel-Irisch with a Dutch Sandwich" die effektive Steuerlast in den Promillebereich verschieben lässt?

Die Worte der Politiker zur Steuerehrlichkeit

Interessant fanden wir den Beitrag der Politiker, die dieses System rügen:

(c) Capitol News Company LLC
Von Barack Obama, in dem er sich über eine Kanzlei auf den Cayman Islands aufregt in der über 12.000 Firmen registriert sind. Nun, es war die Regierung einer seiner Amtsvorgänger und Parteifreundes Clinton, die nur solche Firmen auf den Cayman Islands als steueransässig betrachtet, die eben bei dieser Kanzlei registriert sind. Liegt das daran, das dort soviel "ehemalige" Mitarbeiter des US-Finanzministeriums arbeiten oder daran, dass diese Kanzlei so gute Beziehungen zu jenen Banken in den USA hat, die Obama noch als Präsidentschaftskanidat als to big to fail bezeichnete?

Schauen Sie genau hin, wenn sich die Vorsitende des Unterhaus-Untersuchungsausschusses in London über Amazon aufregt und dem Unternehmen Steuerhinterziehung vorwirft. Sind es nicht gerade die Kanalinseln, wie Alderney, Guernsey und Isle of Man, die berühmt wurden für ihre diskreten Trusts und Briefkastenfirmen? Wem gehören diese Inseln? Der britischen Korne; vielleicht könnte Premieminister Gordon Brown ja mal beim Five o' Clock Tea mit Ihrer Majestät darüber plaudern - ach, sie wäre bestimmt nicht amused! Da braucht man dann die Britisch Virgin Islands erst gar nicht anzusprechen.

Letztendlich sind es Steuerparadiese, die genau von denen geschützt werden, die sie kritisieren. 

Es könnte alles so einfach sein...

Leider verschweigt der Beitrag, warum es dem kleinen Unternehmer nicht so einfach möglich ist, seine Unternehmen im Ausland geringer besteuern zu lassen.

Die von Harel so angepriesene Delaware Corporation lässt sich in der Tat mit wenig Aufwand gründen - wenn man nach Delaware fliegt. Allerdings verschweigt er, dass die Steuerbefreiung sich nur auf die Steuer in Delware selbst bezieht und nicht auf die Bundessteuer der USA (15%). Und die wird schon fällig, wenn man irgendwelche Beziehungen zu den USA hat, ein Bankkonto dort genügt.

Delaware als Nullsteueroase?

Übrigens Delaware: Die Gründung einer Firma in Delware um Steuern zu sparen, kann zu einer bösen Steuerfalle werden!
Delaware Corpoartion gründen
Die USA unterhalten mit den meisten Staaten ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), demzufolge auch ein Tax Information Exchange Agreement (TIEA). Aus diesem TIEA werden steuerrelevante Daten mehr oder minder automatisch zwischen den Staaten ausgetauscht, also z.B. zwischen dem Inland Revenue Service der USA und dem jeweiligen Finanzamt in Deutschland. Da das DBA einen "in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb" erfordert, damit Deutschland den Firmensitz in Delware anerkennt, dieser Geschäftsberieb aber die Bundessteuer auslöst fragt man sich, warum gerade Delaware?
Durch die Bundessteuer der USA und die deutsche Abgeltungssteuer liegt im Endeffekt eine höhere Besteuerung vor, als z.B. auf Malta, Zypern oder Madeira. Wobei letztere aber eben keinen qualifizierten Geschäftsbetrieb erfordern - ein Geschäftsführer und ein angemessenes Büro in Bürogemeinschat genügen. Dank der EU!

Teilweise nicht aktuell

Der Beitrag auf Arte scheint teilweise veraltet. So kann inzwischen nicht mehr von einem Schweizer Bankgeheimnis gesprochen werden. Natürlich, auf dem Papier schon. Aber geklaute Bankdaten-CDs, Auskunftsverfahren mit den USA und weitere Abkommen haben das Bankgeheimnis der Schweiz zu einem Potemkinschen Dorf verkommen lassen. 

Was tun, wenn man Steuern vermeiden will?

Firma im Ausland gründen
Die Europäische Union bietet viele Niedrigsteuerländer an und eine Firmengründung hier ist an geringere Auflagen gebunden, wenn man steuerehrlich sein will.
Schauen Sie sich einfach mal bei http://taxsvingcorp.com um, wenn Sie Hilfe und Anregungen benötigen.