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2015/03/11

Informationsaustausch in Steuersachen: Österreich

Die Regierungen von Österreich und Mauritius haben ein Abkommen zum Austausch in Steuersachen vereinbart. Ziel des bilateralen Staatsvertrages ist es, steuerrelevante Daten zwischen den Finanzbehörden beider Staaten auszutauschen.


Üblicherweise werden Daten über einen Staatsbürger oder die Tochterfirma eines Unternehmens mittels eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) dem jeweils anderen Vertragsstaat mitgeteilt. Ein DBA vermeidet also die doppelte Besteuerung von Einnahmen, Gewinnen, Dividenden und Erbschaften. Das ist gut für Bürger und Unternehmer.

Was regelt ein DBA?

Ein DBA schaft auch Transparenz über die Tätikeiten von Staatsbürgerin im anderen Vertragsstaat. Denn das DBA regelt in erster Linie, welchem Vertragsstaat welches Besteuerungsrecht zusteht. Hierbei geht es abernicht nur um die Vermeidung der doppelten Besteuerung zum Nachteil des Unternehmers, sondern darum, dem Heimatstaat den Steuerzufluß zu sichern.
Artikel 5 DBA - Betriebsstätte
Denn alle vereinbarten DBA legen in Artikel 5 fest, wo der Ort der Besteuerung liegt. Da dies in den meisten Fällen der Ort der geschäftlichen Oberleitung - die Geschäftsführung - ist, möchte der Heimatstaat gerne wissen, ob einer seiner Staatsbürger die Geschäftsführung über ein ausländisches Unternehmen inne hat. Liegen keine anderen Betriebsstättenmerkmale des Artikel 5 DBA vor (Produktionsstätte, Bauausführungen, Bergbau,...), steht dem Heimatstaat in aller Regel das Besteuerungsrecht zu.

 

Steuerfalle DBA

Hat der Geschäftsführer bisher verschwiegen, an einer Gesellschaft in einem Niedristeuerland oder einer Offshore-Steueroase beteiligt zu sein und die Einkünfte der Firma und seine Dividenden hieraus nicht ordnungsgemäß besteuert, kann dies zu einer schwerwiegenden Falle werden!

Wurden bisher Daten nur vereinzelt oder gar nicht ausgetauscht, profitierten meist die Steueroasen und Offshore-Staaten davon: Sie lockten mit niedrigen oder gar keinen Steuern Firmengründer an die meinten, über Briefkastenfirmen Steuern im Heimatstaat vermeiden zu können.
Gerade diesen Staaten wurde seitens der G20-Staaten und der OECD vehement Druck gemacht, ein anderes Mittel zur Transparenz anzuwenden, das TIEA.

 

TIEA als Auskunftsabkommen

Ein TIEA ist ein Tax Information Exchange Agreement, also ein Abkommen zum Austausch in Steuersachen.

Genau solch ein Abkommen wurde nun gestern zwischen Österreich und Mauritius vereinbart. Damit erlangt das BMF Kenntnis über Daten von Österreichern und deren Unternehmen in Mauritius.

Auf Grund des zu erwartenden Datenaustausches zwischen Mauritius und Österreich wird jedoch bald klar ersichtlich sein, dass einige wenige Nominee-Shareholder für etliche Firmen als Eigentümer eingetragen sind. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass auch Nominee-Shareholder aus anderen Staaten wie Belize oder den Seychellen verwandt wurden und dem BMF bereits als Nominees bekannt sind. Umgekehrt wurden auch Nominees aus Mauritius bei Firmen z.B. in Singapur, Pakistan und Indien eingesetzt wurden. Da diese Staaten DBA mit Österreich unterhalten, sind auch die Nominees namentlich bekannt.

Kurz: Über bekannte Nominees könnte es sein, dass das BMF bei Firmen auf Mauritius genauer hinsieht.
Wir haben schon immer darauf hingewiesen, dass nur belastbare Strukturen auch dauerhaft eine Steuerersparnis einbringen. Konstrukte mit "Corporate Director" oder dem wirtschaftlich berechtigtem Eigentümer als Director gehören definitiv nicht dazu!
DBA oder Offshore?
Kein DBA - Die Offshore Firma

Warum kein DBA Österreichs mit Mauritius?

Es können sich nicht alle Staaten auf ein DBA einigen. Schließlich geht es darum, wem die Steuern zustehen. Einige Staaten wollen auch keine überzogene Besteuerung von Gewinnen und Dividenden, um für Investoren interessant zu sein und Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.

Üblicherweise enthalten die DBA Mauritius' weitgehende Befreiungen von Steuern und stellen das Besteuerungsrecht dem anderen Vertragsstaat anheim. Kein Wunder: mit 3% Corporate Tax sind die Steuern auf Mauritius außerordentlich gering, Arbeitsplätze vor Ort und die üblichen Gebühren sind dabei wertvoller.

Ein Vergleich: Im DBA zwischen Mauritius und Zypern werden Zinsen, Dividenden und Lizenzeinnahmen dem anderen Vertragsstaat überlassen. Eine zyprische Firma muß also Dividenden in Mauritius nach zyprischen Recht versteuern - und somit gar nicht! Würde man dieses Beispiel auf Österreich übertragen bedeutete dies, der Österreicher müsste solche Gewinne wie in Österreich versteuern. Der Anreiz für eine Firma in Mauritius dürfte dahin sein!

Wenn Frau Botschafterin Oppinger-Walchshofer nun ausführt, österreichische Unternehmensgruppen seien an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen interessiert, so kann dies unter den Aspekten des TIEA nur für große Unternehmen gelten, die in der Lage sind, hinreichend Substance Escape vor Ort zu schaffen.

 

Beteiligung an Mauritius IBC ohne Datenaustausch?

Für kleinere oder mittelständische Unternehmen bleibt allerdings noch der Weg, mittels einer Holding in einem Niedrigsteuerland der EU einen Brückenkopf nach Mauritius zu schlagen.

Denn Mauritius bleibt mit seinen niedrigen Steuern von 3% und herrvoragender Infrastruktur ein interessanter Standort. Dazu gehören eben auch viele DBA, die Mauritius mit anderen Staaten geschlossen hat, die bisher über kein DBA mit Deutschland oder Österreich verfügen.

 

Mauritius Firma gründen ohne in die Steuerfalle zu geraten

Auf unserer Webseite haben wir Ihnen unter Firmengründung Mauritius mehr Informationen zusammengestellt. Hier finden Sie auch weitere Hinweise und Regeln zur Firmengründung im Ausland, damit diese nicht zur Steuerfalle wird!

2013/02/13

STEUEROASEN Ausgabe 2013


Stiftungen und Trusts im Ausland zur Unternehmens- und Vermögenssicherung


Hans-Lothar Merten, Bankkaufmann und Betriebswirt, arbeitet als freier Publizist mit den Schwerpunkten Finanzen, Steuern und Unternehmensorganisation; erfolgreicher Fachautor und Chefredakteur DFI-Gerlach-Report.

Die diesjährige Auflage ist wiederum erweitert worden. Neben vielen grundlegenden Informationen zum internationalen Steuerrecht zeigt Merten, wie weit sein Insider-Wissen geht.

Neu ist der Sonderteil "Einblicke in die Offshore-Welt".

In den Pressestimmen ist die Meinung geteilt, was in diesem Bereich als "Ritterschlag" gesehen werden kann:


"Weil eine umfassende Reform des Steuerrechts nicht absehbar ist, hat Merten sein mittlerweile zum Klassiker avanciertes Standardwerk STEUEROASEN in der 16. Neuauflage veröffentlicht. Auf mehr als 500 Seiten beschreibt der Experte, wo noch legale Wege der Steuerminimierung gangbar sind und nimmt auf seiner Weltreise auch exotischste Destinationen unter die Lupe. Das Buch ist lesenswert und dürfte nicht nur bei steuermüden Bürgern sondern ebenso bei Finanzämtern und Steuerfahndern auf Interesse stoßen." (WELT am Sonntag Online)

"Es gibt Bücher, die lassen den Wunsch nach einer Zensurbehörde aufkommen. Dieses gehört dazu." (Süddeutsche Zeitung)

Auch für Experten ist der beschreibende Länderteil ein gutes Kompendium wenn es gilt, auf die schnelle die wesentlichen Informationen zum Land und seinen wirtschaftlichen Gegebenheiten zu finden.


Ein Beispiel aus dem Länderteil des Buches:

Belize, das ehemalige British Honduras, ist neben Costa Rica die stabilste Demokratie Mittelamerikas. Keine Korruption im großen Stil. Die Menschen sind stolz darauf, genauso wie auf den vorbildlichen
Naturschutz, der hier praktiziert wird. 40 Prozent des Landes sind als Nationalpark oder Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Ausgebaute Straßen findet man dagegen nur wenige. Anhänger von weißen Stränden und tropischer Sonne schwärmen von den noch unberührten Buchten.
Doch aus ökonomischhr Sicht sind die Bewohner des Karibik-Staates eigentlich viel zu arm, um ihre türkisfarbenen leuchtenden Lagunen, ihre fischreichen Korallenriffe, ihre tropischen Tauchreviere, ihre exklusiven Insel-Refugien, ihren mit Maya-Ruinen gespickten Dschungel nicht um jeden Preis für den internationalen Tourismus zu erschließen. Im Gegensatz zur mexikanischen Halbinsel Yucatán oder dem Nachbarland Guatemala scheint Belize seine Attraktionen vor der Welt verstecken zu wollen. 

Dass es Belize seinen Besuchern nicht leicht macht, merkt man schon beim Versuch, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen.


Finanz- und Steueranreize für Investoren

Um die Arbeitslosigkeit zu senken, bietet Belize allen Unternehmen, die Arbeitsplätze und Devisen schaffen, totale Steuerbefreiung für die Dauer von 15 Jahren. Hinzu kommen Finanzhilfen für Grundstückskäufe und den Bau von Fabrikationsgebäuden sowie ein Fortfall von Zöllen auf Produktionsanlagen und importierte Rohmaterialien. 

1990 verabschiedete die Regierung den sogenannten International Business Companies Act. Danach ist eine International Business Company (IBC) von sämtlichen direkten Steuern befreit, solange sie keine Geschäfte mit Ortsansässigen tätigt, keine Immobilien in Belize besitzt und keine Bank-, Versicherungs- oder Rückversicherungsgeschäfte tätigt.
...
Mit seinem Trust Act gehörte Belize zu den Offshore-Trust- Pionieren. Der befreite Trust zahlt keine Einkommen- und Erbschaftsteuern und keine Gebühren auf Trust-Transaktionen. Darüber hinaus ist Belize interessant für Offshore-Banken und -Versicherungen. Doch die Überwachung der Offshore-Finanzdienstleistungen hat Schwachpunkte. Belize wird deshalb in der Gruppe der am wenigsten regulierten Offshore-Finanzzentren geführt.

Solange Belize vom britischen Militär gegen die Gebietsansprüche seines Nachbarn Guatemala geschützt wird, sind Investitionen machbar. Entschließt man sich zu einer Investition, sollte man eine Versicherung gegen Enteignung nicht vergessen.


Weitere Informationen und Ansprechpartner:


Botschaft von Belize
Boulevard Brand Whitlock 136, 
B-1200 Brüssel
Tel.: 00322-7 32 62 04, Fax: 00322-7 32 62 46


Buch kaufen

Zu beziehen ist das Buch über den Buchhandel, den Verlag oder natürlich über Amazon:
STEUEROASEN Ausgabe 2013, Hans-Lothar Merten, Verlag Walhalla U. Praetoria; Auflage: 1. Auflage. (20. August 2012), ISBN-10: 3802938763


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Weitere Informationen zu Offshore-Firmen und der Gründung einer Firma im Ausland finden Sie auch auf unserer Webseite www.taxsavingcorp.com 

2012/11/14

Tango with the Tax Man

Multinationals Find Loopholes Galore in Europe

© Federal Ministry of Finance
Large multinationals, many of them based in the United States, are masters at avoiding taxes on profits made abroad. Apple, for example, paid just $100 million in taxes in 2010 on overseas profits of $13 billion. But Germany would like to put a stop to the practice, and is finding some influential support.

Read more at the english edition of Spiegel Online.


BY SVEN BÖLL, MARKUS DETTMER, FRANK DOHMEN, CHRISTOPH PAULY, and CHRISTIAN REIERMANN

2012/08/10

Taxation Planning via Cyprus

Use Cyprus as a base for international tax planning!

Today with the tightened global economic crisis, businesses try to preserve growth, and savings is no doubt one major solution.

Many international business companies use Cyprus as a base for international tax planning. Investors also use Cyprus as a vehicle in order to maximize after tax profit on global investments. Such income, arising from investment deeds through Cyprus, shall benefit from the provisions of Cyprus tax system and double taxation avoidiance treaties network (DTT). Cyprus maintains Double Taxation Avoidance Treaties with more than 40 countries.


Taxation Sytem

The Cyprus tax system offers to investors and companies several benefits together with a very low corporation tax (10%) for tax-resident companies. BUT income from dividends, appreciation of shares and bonds and from the purchase and sale of the aforementioned or from the sales of participations is not taxable.
80 % of the income from Intellectual Property are deductable as deemed expenses. The remaining 20 % of income from Intellectual Property is taxable by the usual corporate tax of 12,5 %, thus resulting in an effective taxe rate of 2,5 % of the whole income from Intellectual Property only.
Royalties and licenses for the use of rights outside of Cyprus are not subject to withholding tax.

www.taxsavingcorp.com